Neues:

Amerika, du hast es besser ??

25.05.2017
 

USA quo vadis?

Trump als Präsident der USA.

Ein Trumpeltier macht dem anderen Konkurrenz:

Jetzt legt er sich mit dem Erdotrampel an, indem er Kurden mit Waffen beliefert. Wenn es nicht so gefährlich wäre, würden wir sagen: Bravo. Dem Erdogan mal eins auf die Finger geben, gar nicht schlecht.

Und dieser wütet herum. Geschieht ihm Recht.

Mal ein bisschen politisches Amusement in Zeiten der politischen Hirnlosigkeiten.

(10.Mai 2017)

_______

Erst reflektierte die Welt über 1-MONAT - Trump, nun sind es schon 100 Tage. Man muss leider sagen, 100 Tage zu viel Trump. Und es wird ja noch so weitergehen, allem Anschein nach.

Das Töchterlein versuchte in Deutschland gut Wetter für den lieben Papi zu machen, der angeblich gar nicht so böse, schlecht, frauenfeindlich und unüberlegt enthemmt ist, wie es scheint. Dabei gab sie sich emanzipiert feministisch. Naja.

Das ändert aber leider nichts an der Tatsache, dass Vater Trump nicht nur all das oben Erwähnte ist, sondern sogar noch viel Schlimmeres.

Sein ehemaliger Ghostwriter (man sollte meinen, ein Präsident der USA könnte seine Sachen selber schreiben) hat eine extrem schlechte Meinung vom lieben Ivanka Papi. Dass Trump, wie Mr Schwartz offenbar sagte, "im höchsten Grade ignorant“ sei und bleibe, dass  "er ... kein Gewissen, keine Werte und keine Empathie [habe], weil er völlig auf sich selber fixiert sei“, war ja schon während des Wahlkampfes klar. Kein normaler und anständiger Mensch der westlichen Kulturkreise spricht beispielsweise derart über Frauen oder auch über politische Konkurrenz, wie T das tat. Und kein normaler Mensch, sollte man meinen, wählt so jemanden.

Dass die USA sich immer mehr dem Standard eines Entwicklungslandes annähert, ist bei Besuchen geschäftlicher wie privater Art und aus Statistiken offensichtlich. Die USA brauchen die Kriege und die Waffenverkäufe, ansonsten würden sie - und damit wahrscheinlich auch die übrige auf westlicher Wirtschaft basierende Welt- bankrott gehen. Das sagen auch  Bankfachleute, wenn auch hinter vorgehaltener Hand. Das ist mehr als tragisch, beruht damit doch das Überleben zumindest der USA als Staat auf dem schrecklichen Tod vieler Unschuldiger in allen möglichen Ländern, vor allem des Nahen und Mittleren Ostens. Europa sollte sich dieser Tatsache bewusst sein und nicht die unsäglichen Kriege der USA unterstützen.

Für den desolaten Zustand des Landes kann man Trump natürlich nicht verantwortlich machen, oder nicht alleine. Die Clique Überreicher, zu der auch er zählt, ist aber durchaus mitschuld an dem Zustand. Die Republikaner sind mitschuld. Alle in den USA sind mitschuld. Statt dass der neue Präsident nun vernünftige, konkrete Vorschläge ausarbeitet, die die Misere bessern, allenfalls sogar beenden könnten, fuchtelt er auf seinem Mobile Phone wie ein Irrer herum und lässt die irrwitzigsten Sprüche unter die Menschheit bringen: dumm ist das, unnütz und schädlich. Unreif! Pubertierend! Und so etwas ist Präsident der USA!

Trump plärrt bei allen (un)möglichen Gelegenheiten herum, diverse Länder schulden den USA Geld für die Militärausgaben. Hier geht der Mann wie üblich völlig fehl. Warum sollten ihm, oder den USA als solche, europäische und/ oder andere Länder Geld schulden für Kriege, die NUR von den USA angezettelt werden oder wurden (vielleicht noch mit dem Beistand Grossbritanniens und anderer williger ...)? Von diesen Kriegen profitiert die US Wirtschaft. Die USA drucken Geld wie wild, sie brauchen sozusagen diese Rüstungsausgaben um nicht pleite zu gehen. Sie ertrinken in ihren (Kriegs-) Schulden. Warum sollten andere dafür zahlen?

Und die allergrösste Kalamität: An oberster Stelle des immer noch mächtigsten Landes der Welt mit direktem Zugang zu einem riesigen Arsenal von Atomwaffen sitzt zur Zeit ein Psychopath. Anders kann man den Mann nicht benennen. Und rundherum sind andere Psychopathen und Diktatoren am Werk, die vor nichts zurückschrecken, von der Türkei bis Nordkorea. Das lässt für unser aller Zukunft fürchten.

Kein Wunder sagt Stephen Hawking wieder einmal voraus, dass sich die Menschheit irgendwo im Weltall ansiedeln muss. Nur lautet seine Vorhersage dieses Mal auf 100 Jahre und nicht auf Tausend, wie noch vor einem halben Jahr. Aber den Trump nehmen wir in der Rakete zum gelobten Planeten nicht mit, versprochen?

Warum, warum nur, haben so viele Amerikaner diesen Typ gewählt?

(6. Mai 2017)

_____________

Ein Monat Trump, ojeh!

Die Probleme häufen sich. Von Regieren kann bei Trump eigentlich nicht gesprochen werden, nur von erratischen Ausbrüchen von Unintelligenz. Vielleicht auch bewusstem Provozieren und Clownerien via Twitter zu einem undurchsichtigen Zweck. Handelte es sich dabei nicht um den Mann, der die grösste Macht der Welt vertritt, wäre das gar kein Problem. So aber sind die undurchsichtigen Machenschaften Trumps gefährlich. T.C. Boyle, einer der erfolgreichsten modernen Autoren der USA, nennt Trump "einen Psychopathen". Letztere sollten vor allem von zuviel Macht ferngehalten werden. Die US Bürger haben ihn zum Präsidenten gekürt, in der Hoffnung, er erlöse sie von ihren Problemen. Ein Messias mit rot-goldenen Haaren, viel Geld und schönen Frauen.

Die US Gesellschaft und Wirtschaft sind problembeladen. Einer kleinen Elite, steht die grosse Masse der kleinen Leute entgegen, deren Einkommen nicht ausreicht, deren Schulbildung ungenügend ist, die gerade erst erste zaghafte Schrittee einer Krankenversicherung erlebten, die ihnen nun wieder genommen werden soll.

Die Kluft zwischen Weissen und Afro-Amerikanern ist immer noch riesengross. 

Es gibt sie, die Eliteschulen, deren Absolventen eine ausgezeichnete Ausbildung und Chancen für ihre Zukunft erhalten. Es gibt hervorragende Privatkliniken für die Reichen bis Superreichen. Es gibt ausgezeichnete Universitäten, Firmen, eine Waffen- und Weltraumindustrie, die ihresgleichen sucht. Aber dies sind Ausnahmen, nicht der Standard, der den meisten Bürgerinnen und Bürgern zugute kommt.

Letztere plagen sich mit total veralteten Infrastrukturen herum, riesigen Schlaglöchern in Autobahnen oder immer wieder zusammenbrechender Versorgung mit Elektrizität zum Beispiel; mit Schulen, die den Namen nicht verdienen, mit Krankheiten, die wegen mangelnder Krankenversicherungen nicht geheilt werden können. Für eine westliche First World Nation ist die Lebenserwartung extrem niedrig mit sinkender Tendenz, dafür die Schwangerschaften von viel zu jungen Frauen ohne sichere Partnerschaft viel zu hoch.

Es gäbe, mit einem Wort, innenpolitisch sehr viel zu tun für Trump, der aber nichts zu tun scheint, ausser herum zu pöbeln und News und Fake News heraus zu sprudeln. Ein Wasserfall von Nichts, in dem jegliches vernünftige politische Engagement ertrinkt.

Aussenpolitisch ist er noch schlechter zu fassen. Erst sagt er das Eine, dem irgendwelche Berater widersprechen, das sie irgendwie zurechtbiegen wollen, dann schaltet man wieder den Rückwärtsgang ein und landet irgendwo im diplomatischen Dschungel.

Wie ein fast abgewrackter Motor, der spuckt und hustet und ruckweise mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung vorwärts oder seitwärts zuckt.

Natürlich ist er neu im Amt und natürlich braucht alles seine Zeit. Aber Mr Trump würde diese besser mit ernsthaftem Aktenstudium und Lesen von gescheiten Büchern zubringen, als mit dem sinnlosen Herumgetwittere zu allen möglichen Streitpunkten mit allen möglichen Leuten. So sieht ernsthaftes, verantwortungsvolles Regieren nicht aus.

(21. Februar 2017)

____________

Man könnte meinen, wenn man sich all die Demonstrationen ansieht und anhört, die nur schon im letzten Monat gegen ihn losgebrochen sind, es handele sich um jemanden, der nicht legal, laut der amerikanischen Verfassung gewählt worden wäre.

Wir hätten den Mann nie gewählt und waren bass erstaunt, dass er überhaupt gewählt wurde. Nun hat das amerikanische Volk also, was es wollte: einen frauenverachtenden Bullen im Porzellanladen einer zur Zeit besonders fragilen Welt.

Er macht nun also Stück für Stück genau das wahr, was er seinen eifrigen Wählern vor der Wahl versprochen hat, oder versucht es zumindest: Bau der Mauer an der Grenze Mexikos, Einreisesperre für Muslime aus sieben muslimischen Ländern.

Besonders pikant ist hierbei, dass genau das Land, das 9/11 die grösste Anzahl Terroristen stellte, nämlich das berüchtigte Saudi-Arabien, natürlich von dieser Regel ausgenommen wird. Saudis dürfen weiterhin ungeniert einreisen. Trump hilft den guten Saudi -Freunden sogar bei der Bombardierung Jemens.

Erstaunlich, dass nun, nach der Wahl, nachdem es zu spät ist, die Proteste gegen ihn derart laut sind. Wo waren denn alle die Protestierer/innen vor der Wahl? Wie konnten vor allem Frauen so einen Typen, der sie verachtet und als Sexobjekte behandelt, überhaupt wählen? Warum haben all die Protestiererinnen und Protestierer nicht VOR der Wahl energisch gegen ihn protestiert? Warum haben sie nicht Freunde, Familie und Kollegen gegen ihn beeinflusst? Warum haben die Demokraten, da Ms Clinton offensichtlich so unbeliebt war, nicht eine bessere Kandidatin/ einen besseren Kandidaten aufgestellt? Warum wählten die Republikaner keine Alternative zu Trump?

Zu spät, zu spät. Wir können den US-Amerikanern nur viel Glück wünschen mit diesem Präsidenten, den sie wollten, den sie wählten, den sie nun haben. Niemand kann sagen, Trump habe sich nicht eindeutig über seine Ziele geäussert. Er hat. Und er führt sie nun offenbar durch. In diesem Punkt ist er direkt originell. Denn normalerweise vergessen Politiker/innen flugs ihre gemachten Wahlversprechen. In der Geschichte hat es allerdings auch schon jemand gegeben...

Vielleicht - wir wollen ihm noch eine Weile soviel Kredit geben- entwickelt er sich doch noch zum absoluten Super-Präsidenten. Das wäre vor allem uns armen zuschauenden Würstchen dieser Welt, die bei seiner Wahl oder Nicht-Wahl nichts zu bestimmen hatten, zu gönnen.

(31. Januar 2017)

________

"If others wish to defend the actions of a sexual predator, they are welcome to. I won’t, and neither will my colleagues." (Metiria Turei, MP New Zealand and Co-leader of Green Party) https://www.theguardian.com/world/2016/nov/11/

Nun kennen wir also das Resultat der US Wahl: Es ist der Mann und nicht die Frau. Was - betrachtet man den immer noch grassierenden Sexismus ganz nüchtern - keine wirkliche Überraschung ist. Michael Moore schrieb schon vor Monaten: „Donald J. Trump wird die Wahlen im November gewinnen. Dieser erbärmliche, ignorante, [...], Vollzeit-Soziopath  wird unser nächster Präsident.“ http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/michael-moore

Trump trumpfte mit seinem unverhohlenen Sexismus und mit Rassismus und anderen zweifelhaften Aussagen auf und wie das Resultat zeigt, hatte er bei der Mehrzahl der Wahlmänner damit Erfolg, und nicht nur bei diesen. 53% aller Männer wählten ihn und sogar 72% aller weissen Männer ohne College Abschluss. Männerclub. Sexismus, eine etwas anachronistische Prüderie und das Herabwürdigen von Frauen sind ein integraler Teil der US Gesellschaft, und nicht nur dieser. - Man denke nur an die beleidigenden Bemerkungen, die vor wenigen Jahren ein Harvard Professor über Frauen machte. - Das zeigt sich an der ubiquitären Vergewaltigungs- Unkultur an amerikanischen Universitäten ebenso wie an der allgemein waffen-verrückten Gesellschaft, der immer noch verbreiteten Todesstrafe und  dem immer noch existierenden Ku-Klux Klan, der hocherfreut über des Mannes Sieg ist. Der Klan plant einen Siegesmarsch und lässt schon wieder Kreuze, inklusive Nazikreuze brennen. Dank Trumps Wahl haben diese unsäglichen Rassisten nun wieder so richtig Auftrieb erhalten. Und Trump log, dass sich die Balken bogen, sobald er nach seiner Verbindung zum Klan Chef befragt wurde. Soviel zu seiner Aufrichtigkeit.

Frauen, zumindest die Frauen des Trump Clan, sind Puppen für Trump und Co, jederzeit williges und zu Diensten bereites Spielzeug, Barbies eben. Und wenn nicht, werden sie gefügig gemacht. So die Trump- Meinung und im Geheimen stimmen ihm bestimmt Millionen Männer zu - weltweit. 

Sieht man sich Meinungen diverser europäischer Zeitungen an, fällt auf, dass ein eher kleiner Teil der Schweizer NZZ Journalisten, dafür aber ein überraschenderweise äusserst hoher Prozentsatz ihrer Kommentare schreibenden Leser ganz angetan sind vom Resultat Trump. Offenbar können sie es sich gut vorstellen, mit gerade diesem neuen Präsident der USA zu leben - Ku-Klux-Klan Affinität inklusive. Reagan hätte damals auch nur negative Presse erhalten, tönt es z.B. und er sei dann doch ein recht ordentlicher Präsident geworden. Trumps Sexismus sei doch gar nichts Schlimmes, sozusagen normal. Wegen dem den Mann nicht zu wählen... Einige sind direkt euphorisch wegen Trumps Wahl und verteilen ungeahnte Vorschusslorbeeren. 

Frau Clinton, heisst es, sei Establishment, von dem habe man mehr als genug und dem weissen unteren Mittelstand der USA seien die Demokraten mit ihrem Establishment gründlich verleidet. Clinton sei verlogen und überhaupt... Es blieb bei diesem "überhaupt". Überhaupt was? Überhaupt ist sie eine Frau und kann als solche doch nicht die Welt regieren, ist wohl der Grundtenor. Aber das sprach niemand wirklich aus, obwohl die meisten es wohl dachten. Nähme man das Kriterium "Verlogenheit" müsste man gegenfragen: "Welcher Politiker, welche Politikerin, welche Journalisten weltweit zeichnen sich denn nicht durch dieses Charakteristikum aus?" Und man käme auf eine sehr kleine Zahl. Ausserdem: Ganz besonders verlogen ist ja Herr Trump.

Und was das Establishment anbelangt: Gehört Trump etwa nicht dazu? Kein Präsident war derart reich, keiner versuchte gleich seinen ganzen Clan politisch mit ins Weisse Haus einzubinden, wie er. Erstaunlich, dass ausgerechnet der untere Mittelstand diesen Mann gewählt hat. Meinen die Leute, er kenne sich mit ihren Sorgen aus, nähme diese ernst und versuche Abhilfe zu schaffen? Wohl kaum. Aber wir wollen der Zukunft hier nicht vorgreifen und Herrn Trump immerhin den Vorteil des Zwiefels gewähren. 

In der faz und von deutsch-politischer Seite tönte es zunächst  viel enttäuschter. Frau Merkel sagt: „Auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, eine enge Zusammenarbeit an.“ Aha! [Als NB wollen wir hier nur vermerken, dass "diese Werte" oder "unsere (westlichen) Werte", sofern das Volk auf ihnen besteht, von den Politiker/innen in letzter Zeit häufig verächtlich als "Populismus" abgetan werden und Philosophieprofessoren sogar behaupten "Werte" gäbe es eigentlich gar nicht; es gäbe nur Gesetze und das Recht. Nun also greift sogar Frau Merkel auf "Werte" zurück, die der Herr einzuhalten habe für ein gedeihliches Miteinander.] Das wird Herrn T wohl kaum beeindrucken. Denn er ist vor allem eines: Von seiner eigenen Grossartigkeit überzeugt. Bescheidenheit und Realitätssinn scheinen für ihn nicht existierende Fremdwörter zu sein.

Herr Gabriel gab sich zunächst entsetzt und drückte das in unverblümt starken Worten aus; Herr Steinmeier glaubt, dass die Beziehungen zur USA schwieriger werden, womit er sicherlich Recht hat. Schade, dass er, ein fähiger Aussenminister, sich auf das Amt des Bundespräsidenten zurück ziehen wird.

Die Politiker der extremen Rechten erfreut das Resultat natürlich. Ein Putin oder Erdogan sehen in dem Herrn wohl so etwas wie einen Seelenverwandten. Das kann nicht wirklich erstaunen. Auch dass die afrikanischen und andere Diktatoren sich die Hände reiben und Morgenluft wittern: Endlich einer, der ihnen keine Vorschriften von wegen Menschenrechten und Demokratie machen wird. Mit Trump in Amerika können sie ihre Völker noch besser ausbluten und die Reste nach Europa auswandern lassen. Demokratiebestrebungen? Das war gestern! Klagen wegen Menschenrechtsverletzungen? Aber nicht mehr gegen uns, Trump sei Dank!

Unerfreulich, solche Aussichten.

Es erstaunt ebenso wenig, dass Ganz -Links in Frau Clinton nur ein korruptes, überholtes Establishment sieht. Ganz- Rechts und Ganz- Links sind ja meist durchaus austauschbar, also auch keine Überraschung hier. Abgesehen von der Farbe, die den beiden Extremen zugeschrieben wird, gibt es eigentlich keinen Unterschied: extrem ist extrem und die Farbgebung nur ein Mäntelchen, das über die Sache gelegt wird.

Der britische "Guardian" wehklagt vor allem, z.B. mit: "The woman we were constantly assured was the best-qualified candidate of all time has lost to the least qualified candidate of all time." Und: [Trump's] "folly so bewildering, an incompetence so profound that no insult could plumb its depths." https://www.theguardian.com/ Aber trotz allem Gejammere über Trump, heisst es auch dort: "Why, oh why, did it have to be Hillary Clinton?" https://www.theguardian.com/ Man gesteht ihr zwar durchaus Kompetenz zu, aber: "But she was exactly the wrong candidate for this angry, populist moment." Der Kolumnist schreibt es zwar nicht in diesen Worten, aber er meint es wohl so: "eine Frau halt."

Und täglich gehen die Klagen des Guardian weiter. Man verfolge das selbst auf dessen Homepage.

Kanada, die New York Times und viele europäische etablierte Parteien und Politiker hätten wesentlich lieber das Bekannte, Berechenbare, nämlich Frau Clinton gehabt. Wir auch.

Nun muss die Welt wohl oder übel vier Jahre lang einen Trump ertragen, zu allem Übel, das so schon in der Welt grassiert.

Viele Amerikaner, die Clinton gewählt hatten, können sich mit dem Resultat offensichtlich gar nicht anfreunden, sie demonstrieren gegen den zukünftigen Präsidenten.

Und schon fängt man an zu spekulieren, welche seiner unsäglichen Sprüche, die er während der Wahlkampagne vorbrachte, er wohl in Politik umsetzen wird? Wo seine Grossmäuligkeit sich wohl näher an der Realität wird orientieren müssen?

Die Weissager haben nun das Sagen in den Medien. Was wird wohl werden? Das ist immer ein Gerate, ein Spekulieren (Was wird er als Präsident wohl tun? Dies oder jenes? Blablabla) und Kaffeesatz-Lesen. Und hinterher wundern sich alle diese selbsternannten Propheten und "Spezialisten", wenn es ganz anders kommt. Aber die Masse ist ja zum Glück vergesslich. Wer heute Trump preist, wird morgen behaupten, er habe schon immer gesagt, dass dieser Präsident eine Katastrophe sein würde.

Man sollte sich besser auf die vorliegenden Fakten konzentrieren und darauf achten, dass bei den tatsächlichen Regierungsgeschäften alles ordnungsgemäss vor sich geht. Dass Gesetzen und bestehenden Ordnungen nachgelebt wird. Dass die Politiker sich nicht in ihre Elfenbeintürme absetzen und dort die Arroganz der Macht ausleben. Wie es viele tun. Dies sollte umgehend zu Impeachment Verfahren oder dem Absetzen der betreffenden Person führen. Damit würde mehr erreicht als mit dem Geschwafel über: Was wäre wenn...?

Was wäre, wenn der Mond herunterstürzte und ein Meteorit die Erde in Millionen Stücke schlüge? Nichts wäre dann, da niemand übrig bliebe um zu orakeln: Was wäre wenn...?

Eines muss gesagt werden: In ihrer Rede, in der sie das Ergebnis der Wahl akzeptierte, zeigte Frau Clinton wirkliche Grösse. Sie hatte ein für sie selbst positives Ergebnis erwartet und sie wäre sicherlich eine kompetente Präsidentin geworden. Eine Mehrzahl der amerikanischen Wähler wollten das auch, aber nicht die Mehrzahl der Wahlmänner. Sie wollten Trump. Nun haben wir alle diesen Mann mit den grotesken Ideen vorgesetzt bekommen und müssen damit leben. Man kann nur hoffen, dass er nicht vor Grössenwahn platzt.

(Erstellt: 10. 11. 2016, modfiziert: 18. 11. 2016)

_____________

Amerika, Du hast es besser, als unser alter Kontinent...

Dieser Tage aber leider nicht mehr. So eine schmutzige Kampagne um den Thron der US Präsidentschaft hat es noch nie gegeben. Eigentlich wollten wir das Ganze gar nicht kommentieren, aber da es immer toller getrieben wird, müssen wir doch noch etwas dazu sagen.

Das Gute vorneweg: Ein einsam leuchtender Stern am dunklen Horizont ist die kluge, integre, fähige Michelle Obama, die am 13. Oktober in einer wunderbaren Rede Stellung genommen hat zum Verhalten eines Mannes, den wir hier gar nicht weiter erwähnen wollen. Er ist es schlicht nicht wert und am besten ignoriert man solche Typen. 

Michelle Obama sollte die zukünftige Präsidentin der USA werden. Das wäre eine wundervolle Sache, ein Aufsteller und würde Würde und Befähigung in dieses Amt zurück bringen. Vielleicht wird unser Wunsch ja wahr in ein paar Jahren.

Ansonsten schweigt des Sängers Höflichkeit zu dem jetzigen unguten Treiben. Lügen und Tricksereien beherrschen die Szene, daneben niedrigste Instinkte. So etwas braucht niemand. Es wird sich zeigen, was wird und dann sehen wir weiter. Wir wollen uns mit dem Schlamm, der hier aufgewühlt wird und in dem sich alle unmittelbar Beteiligten so pervers suhlen, nicht beschmutzen.

God save America, könnte man sagen, so man an Gott glaubte. Wir hoffen allerdings, dass die Welt gerettet werden kann.

15. 10. 2016