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Mr Trump bei den Saudi-Diktatoren

07.07.2017
 

Machos ohne Ende

Mr Trump bei den Saudi-Diktatoren

Klinkenputzen bei den Saudis ist angesagt. Die erste war MS May, letzthin war MS Merkel an der Reihe und nun wird der gute Donald Duck, ähh, Trump vorbeischauen.

Er bringt einen netten Deal mit, made by Kushner, für die lieben Saudis, die "für ihre Sicherheit" mehr und mehr Waffen brauchen. Lockheed Martin freut's, auch wenn sie die Rechnung etwas verkleinern müssen, nachdem der Schwiegersohn das ihnen ans Herz gelegt hat. Man kann doch von den armen Saudis, die zwar vor Petrodollars stehen, nicht gar soooo viel verlangen. Ein paar Dollars müssen schon noch übrig bleiben, um weiterhin extremistische Moscheen mit den darin wirkenden Extremisten weltweit finanzieren zu können.

Zusatz vom 7. Juli 2017: Es gibt eine nette kleine Studie, von der liebenswürdigen PM May unter Verschluss gehalten, zum Umfang des saudischen Beitrags an den Extremismus. Madam May will es sich mit den Super-Geschäftspartnern, alias Waffenkäufern Saudi-Diktatoren nicht verderben, daher die Geheimniskrämerei. "Over the last 30 years, 'Saudi Arabia has spent at least £67 billion,' or about $87 billion, on this endeavor [d.h. Terrorunterstützung] around the world', said the think tank, the Henry Jackson Society."

Ja schau mal einer an. So viel Geld haben die Saudis in die Unterstützung von islamistischem Terror und Extremismus gesteckt. Und dann setzen sie auch noch Qatar massiv unter Druck, weil diese den Terror (angeblich auch) unterstützen. Wie heisst es so schön? "Wer im Glashaus sitzt..."

Die Herren Saudis geben sich also gleich zweimal alle Mühe: Einmal mit der Unterstützung des Terrors und ausserdem mit der Verheimlichung derselben. Im Heucheln sind sie 1. Klasse, Champions der Welt. Naja, wenigstens auf irgendeinem Gebiet müssen die Herren ja glänzen...

Zurück zum ursprünglichen Text: Aber auch mit Nachlass sieht die Rechnung für die Waffenindustrie ganz nett aus: "$110 Billion Weapons Sale to Saudis" titelte die NYTimes am 18. Mai. Nicht schlecht; ein nettes Sümmchen. Das gibt wieder Arbeit für ein paar Unterprivilegierte in den USA, falls solche bei Lockheed Martin arbeiten sollten. Die USA sei so verschuldet wie nie zuvor, heisst es. Na, dann mal her mit den Kriegen und den Aufträgen für die Waffenlobby!!

Intelligente Menschen würden sich etwas anderes einfallen lassen. Z.B. Industrie, die friedliche Dinge herstellt, so Richtung Klima-und Umweltschutz. Aber das ist wohl nicht Trumps Ding und schon gar nicht den arabischen Diktatoren ihres, die schliesslich bei 40 Grad im Schatten und mehr auf künstlichen Ice-Rinks Schlittschuh fahren oder künstliche Schneehügel in ihren Winterhallen herunterrutschen wollen.

Dem Trampeltier wird es bestimmt gefallen, in mit Gold verputzten Krösus-Hallen begrüsst zu werden. Endlich mal jemand, der zuckersüss nett zu ihm ist, bevor dann Europa auf dem Programm steht, mit all den kritischen Europäern, die ihn so unfein finden. Womöglich wird es sogar Protest gegen den Bubi geben.

Auf der erlauchten Gästeliste der Saudis, das heisst, zu den Menschen, die zu Ehren von Trumps Besuch mit eingeladen sind, gehört der Kriegsverbrecher alias sudanischer Präsident. Na, da befindet man sich ja in allerbester Gesellschaft: zu Tische mit Kriegsverbrechern! Die Saudis sind ja auch solche, wenn man ihre Bombardements und das Aushungern von Zivilisten im Jemen genauer unter die Lupe nehmen würde. Guten Appetit, Mr Trampeltier!

(19.Mai 2017)

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Merkels Besuch bei den Saudischen Diktatoren

Zunächst einmal das Positive vorneweg: Merkel ist so in Saudi-Arabien aufgetreten, wie sie überall auftritt, in ihrer üblichen korrekten Kleidung OHNE wie auch immer geartetes Kopftuch. Dafür erst mal ein "BRAVO"! Da ansonsten die holde politische Weiblichkeit, so sie in erzkonservative muslimische Länder reist, sich bemüssigt fühlt, den archaisch denkenden Männern hofieren zu müssen mit albernen Kopfbedeckungen.

Ein zweites Bravo! dafür, dass Merkel die Diktatoren auf die "Defizite bei den Menschenrechten" hinwies. Dies allerdings in ihrer nichtssagenden merkelschen Zurückhaltung, aber immerhin. "Defizite bei Menschenrechten" ist tatsächlich aber das Understatement des Jahres. Diese saudischen Folterer und Brecher von Menschenrechten, obwohl sie die entsprechenden UNO Vereinbarungen unterschrieben haben, diese Frauenverächter und Misshandler von Frauen sanft auf ihre groben und menschenverachtenden Untaten hinzuweisen, ist, naja, positiv ausgedrückt, besser als nichts, negativ ausgedrückt, feige.

Und nun kommt der - nichtamüsante- Witz des Jahres:

Die Bundeswehr soll in Deutschland saudische Soldaten ausbilden, damit Saudi-Arabien sich besser wehren und seine Grenzen besser verteidigen können soll. Auch bei der Ausbildung von Grenzschützern sollen sie deshalb deutsche Hilfe erhalten.

Witz des Jahres aus mehreren Gründen: Ausgerechnet das Merkel- Deutschland, das total unfähig ist, seine eigenen Grenzen zu schützen, soll den Saudis helfen, saudische Grenzen zu schützen, oder zumindest das "Know-how" dazu weitergeben. Welches "Know-how"? muss man da fragen. Ist nicht dieser obskure Fall eines Bundeswehroberleutnants, der sich als syrischer Flüchtling ausgab (und das ohne ein Wort arabisch sprechen zu können - hahaha!) und als "armer Flüchtling" auch noch finanziell unterstützt wurde, Beweis genug dafür, wie schlecht es tatsächlich um den deutschen Grenzschutz und um die Sorglosigkeit im Umgang mit obskuren Migranten steht? Beweis genug für die Unfähigkeit der Regierung und ihrer Ämter, die deutschen Grenzen zu schützen?

Und welche "Grenzen" sollen denn geschützt werden von den Saudis? Es wird ja von nirgendwoher angegriffen. Aber es greift selbst fleissig an: In Jemen wird die Bevölkerung von den lieben, ach so hilfsbedürftigen Saudis derart mit Bombenteppichen belegt, dass dort, laut UNO tatsächlich 27 Millionen Einwohner dringend Hilfe zum Überleben brauchen. Und für solche Bombardierungen und Menschenrechtsvergehen will Frau Merkel auch noch saudische Soldaten ausbilden??? Man würde es nicht glauben wollen, so das möglich wäre.

Und mit diesen saudischen AZUBIS kämen NOCH MEHR junge Männer ins Land. Junge Männer, die genau in die Kategorie "schwieriger" Menschen gehören (wie Herr Maizière so halb entschuldigend sagt), die dann noch mehr sexuelle Verbrechen an Frauen begehen werden. Die Zahl der Sexualdelikte hat im letzten Jahr, seit man seine Grenzen so gar nicht ordentlich geschützt und viel zu viele junge Männer unkontrolliert ins Land gelassen hat, DRAMATISCH zugenommen. Da nützen auch alle Beschönigungsversuche der deutschen Regierung nichts. Die Fakten sprechen für sich.

Zweitens soll diese "Ausbildungshilfe" für saudische Soldaten laut Merkel Saudi-Arabien im Kampf gegen die muslimischen Extremisten unterstützen. "Saudi-Arabien ist ... ein wesentlicher Teil der Koalition im Kampf gegen IS", lässt Madame M vermerken.

Also Entschuldigen Sie einmal: Saudi-Arabien ist mit der wichtigste Grund, dass es den extremen Wahhabismus überhaupt gibt. Es unterstützt den Extremismus von IS und anderen Djihadisten überall finanziell, es exportiert seinen kruden Glauben via Hassprediger in alle Welt, es unterstützt mit seinen Petrodollars den Bau von Moscheen und die Anstellung von Predigern des Extremismus. Die meisten Täter von 9/11 waren wohlhabende Saudis. Und denen will Frau Merkel im Kampf gegen die eigenen Untaten helfen? Meint sie das tatsächlich ernst? Soll man darüber nun lachen, da es mehr als töricht ist, oder sich heulend die Haare raufen, ob soviel super-naiver Torheit? Und das alles mit den Steuergeldern der deutschen Staatsbürger/innen, die dazu nicht einmal befragt werden? Ist der Frau noch zu helfen?

Nur eines will sie scheinbar doch nicht tun: Waffen liefern, oder mehr Waffen liefern. Dafür zeigen die Saudi-Diktatoren auch "Verständnis". Man will die liebe deutsche "Freundin" nicht in Verlegenheit bringen und bedrängen, von wegen mehr Waffen. Die Briten und die USA liefern ja schon brav und ohne zu grummeln und auf  Menschenrechte zu pochen. Da genügt es, wenn die deutsche Bahn eine Schnellbahn bauen hilft. Die deutschen Regierungen scheinen traditionell auf Bahnbau zu setzen im Orient.

Merkels schwacher Hinweis auf die miese Stellung der Frauen im Saudi-Arabien der "Vision 2030" macht dann die Sache auch nicht besser. Übrigens: Was für eine Vision soll das denn sein? Dass Saudi-Arabien sich endlich einmal an die Menschenrechte hält? Dass es endlich einmal seinen Frauen die ihnen gebührende Gleichberechtigung zugesteht und diese idiotischen schwarzen Kutten samt Gesichtsverhüllung abschafft? Dass es endlich eine aufgeklärte Religion einführt? Dass es endlich einmal seine jungen, herumlungernden Männer zu einer gewissen Arbeitsethik und Moral erzieht? Dass es endlich aufhört, religiöse Extremisten zu fördern und zu finanzieren?

Saudi-Arabien braucht weder deutsches Geld, noch deutsche Hilfe. Noch braucht Deutschland saudische junge Männer als Zugabe zu den schon so viel zu zahlreichen alleinstehenden jungen muslimischen Männern aus allen möglichen Ländern. Die Saudis müssten ganz einfach nur ihr eigenes Geld für vernünftige Ziele einsetzen, statt für Waffenkäufe und Extremisten, die Mord und Totschlag verbreiten und ihre Frauen unterjochen und verprügeln.

Diktatoren aller Couleur werden im ACH so aufgeklärten Westen  jeweils verdammt und ihre mehr oder weniger unschuldigen Völker mit allerlei Krieg "made in the USA" überzogen. Nur diese wirklich aggressiven Diktatoren von der arabischen Halbinsel haben die Narrenfreiheit, dass man sie bei ihrem unguten Tun auch noch hofiert und unterstützt. Und warum? Machtgier und Geldgier und ÖL-GIER!

(3.Mai 2017)