Migration:

Fachleute gehen ins Ausland

13.01.2019
 

Erste Hilfe für den Staat

Der SonntagsBlick fragt den deutschen Gesundheitsminister: "Ärgern Sie sich, dass Deutschland Fachleute für die Schweiz ausbildet?"

"Ärgern nicht. Ich kann sie ja verstehen. Die Schweiz ist ein schönes Land. Aber klar ist, dass diese Fachleute in Deutschland fehlen. Bei uns arbeiten dann polnische Ärzte, die wiederum in Polen fehlen. Das kann so nicht richtig sein. Deshalb sollten wir darüber nachdenken, ob wir die Abwerbung von Fachleuten aus bestimmten Berufsgruppen innerhalb der EU nicht neu regeln müssen." 

Eine sehr interessante Aussage des deutschen Gesundheitsministers. Natürlich, so eine Ausbildung zur Medizinerin, zur Fachkraft kostet den Staat, jeden Staat, eine Menge Geld.

Und wenn die Fachleute dann abwandern...

Laut Schweizer Ärzteverband haben 17,7% der in der Schweiz arbeitenden Ärzte einen deutschen Pass.

Hat sich eigentlich der deutsche Gesundheitsminister oder die ganze Regierungsclique plus die Abgeordneten im Bundestag nur ein einziges Mal gefragt, was die Abwanderung von einigermassen ausgebildeten bis sehr gut ausgebildeten Menschen aus Entwicklungsländern für Letztere bedeutet?

Natürlich nicht, denn man will ja Fachkräfte, unter anderem für Spitäler und Pflegeheime anlocken, Fachkräfte die, wie Herr Spahn so weise bemerkt, in der Heimat der Abwandernden fehlen.

Aber solange diese "nur" in Entwicklungsländern fehlen, ist das den Damen und Herren stumpewurscht. Hauptsache, Deutschland bekommt sie. Man kann sie zum Auswandern aus der Heimat verleiten.

Betts/ Collier schreiben dazu in: Refuge, Transforming a Broken Refugee System (S. 120): "The migrants themselves benefited, but at the expense of those left behind. In the case of post-conflict countries, the problem is yet more acute....The loss of educated workers is even more damaging than the physical destruction. Inadvertantly, the exodus of young Syrians triggered by Chancellor Merkel's generosity of spirit may have inflicted significant long-term losses on the poor majotity of Syrians whose lives will depend upon Syria's long-term prospects."

[N.B: Die Autoren zeigen wahrhaft "generosity of spirit" bezüglich Merkel; wir würden ihren "spirit" eher als "Dummheit" bezeichnen.]

Wenn es allerdings um deutsches Pflegepersonal, um deutsche Ärzte und Ärztinnen geht, die in die (noch) besser zahlende Schweiz abwandern, sind die Politiker/innen genau der Meinung Colliers/ Betts. Dann ist das für DE eine kleinere Katastrophe, wenn es grössere Ausmasse annimmt. Vor allem, da man ja neuestens vermehrt Bedarf an medizinischen Fachpersonen hat, da sich einige wenige (wir verallgemeinern hier absolut nicht) "Noch-nicht-lange-hier-Lebende" und ganz, ganz wenige aus der Grün/Bunten/Antifa-Faschisten Ecke so eifrig darum bemühen, die Anzahl Patienten anzuheben.

Aber ebenso und wie man sieht sogar vermehrt, meine Damen und Herren, ist es für Entwicklungsländer eine GROSSE Katastrophe, wenn die Menschen, die man mühsam ausgebildet hat, einfach in den Westen verschwinden.

Wer bleibt dann noch in den betroffenen Ländern? Wer versorgt dort die Kranken, Schwangeren und Alten und bevölkert Werkstätten und Bauernhöfe? Bestimmt nicht die deutschen Grün/Gut/Bunten.

Und man lockt weiter und weiter immer noch Menschen an, die den "Pflegenotstand" und den "Fachkräftenotstand" in DE beheben helfen sollen.

Zudem denkt Herr Spahn über mehr "Regelung" nach. A la: "Wie hindere ich medizinisches Personal am Auswandern in andere Länder innerhalb der EU oder auch ausserhalb (Schweiz, USA, Kanada usw)?"

Das ist ja wunderschön, solches Nachdenken über immer noch mehr Regeln und Einschränkungen.

Er will den Menschen ja auch vorschreiben, dass sie ihre Organe zur Verfügung zu stellen haben, wenn sie sterben. Und den Zeitpunkt des Todes will wohl auch der Herr Gesundheitsminister bestimmen. Wehe der armen Wurst, die vergessen hat, deutlich "NEIN" dazu zu sagen, oder deren NEIN-Stimme man im Notfall nicht findet. Sie wird dann womöglich stante pede für hirntod erklärt.

Des weiteren will er den Menschen offensichtlich neu vorschreiben, wo sie "gut und gerne" zu leben und zu arbeiten haben. Nur die Neu-Ankommenden aus südlichen und südöstlichen Kontinenten sind davon ausgenommen. Die dürfen dorthin wandern und leben, wo sie wollen.

Erst schwadroniert man von einem "Einheitsstaat EU", den man mit grossem Getöse und Tamtam herstellen will. Dann sollen die Bürgerinnen und Bürger sich darin nicht frei bewegen dürfen und arbeiten wo sie wollen.

Völlig unlogisch, das Ganze. Aber Logik ist bei vielen (nicht allen, wir wollen nicht verallgemeinern) Politikern meist grosse Glücksache.

Man könnte ja in DE auch die Lage der "Schon-lange-dort-Wohnenden" derart verbessern, dass sie gar keine Abwanderungsgelüste bekämen. Wir sind überzeugt, dass sich beim derzeitigen Stand der Dinge sehr, sehr viele, besonders auch sehr gut Ausgebildete in DE nach anderen Ufern (z.B. CH, USA, Australien usw - darunter könnte es auch eine stattliche Anzahl Grüne und deren Wähler haben) umsehen, da ja so viele, viel zu viele aus ganz und gar fremden und sogar befremdlichen Kulturkreisen nachrutschen. Man kann diese Aussage natürlich bemängeln, so man will. Wahr ist sie trotzdem und des Darüber -Nachdenkens ist sie allemal wert.

Wir machen dem Herrn Bundesminister einen ganz wunderbaren Alternativvorschlag für neue Regeln: die moderne Gen-Medizin muss allen, die sich in zukünftige Politiker/innen verwandeln wollen, ein Wahrheits-Gen, ein Logik-Gen und ein Verantwortungs-Gen einpflanzen.

Das wäre doch mal Forschung, die es wert ist betrieben zu werden, oder?

 (13. Jan 2019)