Int. Org.& Gewalt:

Bill of Rights, Second Amendment

07.11.2017
 

Waffengewalt USA

Amendment II: A well regulated Militia, being necessary to the security of a free State, the right of the people to keep and bear Arms, shall not be infringed.

Das Problem mit alten Schriften, angefangen beim Alten Testament über andere so genannte religiöse Schriften bis zur Amerikanischen Konstitution und den Bill of Rights ist, dass sie zwar zu der Zeit, als sie verfasst wurden, wahrscheinlich einigermassen tauglich und sinnvoll waren, aber zwischen heute und damals liegen Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende. Und was damals vielleicht nützlich und gut war, ist es heute schon lange nicht mehr.

Man denke nur an die Entwicklung der Waffen seit 1776/77, als die American Constitution niedergeschrieben wurde. Zwischen dem schwerfälligen Gewehr, das für einen einzigen Schuss jeweils umständlich wieder geladen werden musste, und den halb-automatischen und automatischen Waffen, die diese Idioten heutzutage benutzen, und mit denen sie ganze Dörfer auf einmal niedermähen können, liegen Lichtjahre. Jedem Idioten zu erlauben, solche Waffen zu kaufen und mit sich herumzutragen, ist mehr als fahrlässig, es ist Beihilfe zum Mord!

Bisher hat es 2017 307 (Massen) Schiessereien in den USA gegeben. Auch wenn jeweils nur die grausamsten den Weg in europäische Zeitungen finden. Das heisst für jedes Jahr ca 33'500 TOTE in den USA. Man stelle sich das vor! Die komplette Bevölkerung einer europäischen kleineren Stadt jedes Jahr ermordet! 33'500 jedes Jahr getötet, nur weil die US-Bürger/innen, ihr Parlament und ihr jeweiliger (zur Zeit extra-blöder) Präsident es nicht fertig bringen, uralte Gesetze zu revidieren. Das sind heilige Kühe in Form von Mordinstrumenten, die sich jeder Halb- und Ganzschlaue kaufen kann, und mit denen er nach Belieben herumballert.

Kleinstkinder erschiessen andere Kinder, idiotische Erwachsene erschiessen nach Belieben halbe Dörfer auf einen Schlag, und es sagt immer noch niemand: GENUG IST GENUG. Das heisst, ein paar intelligentere Menschen sagen das schon, aber sie haben leider nichts zu sagen.

Was bei uns in Europa seit zwei, drei Jahren die Islamisten mit ihren Attentaten anrichten, nämlich Mord im grossen Stil, pflegen die US Amerikaner (männlichen Geschlechts) seit Jahrzehnten im gleichen grossen Stil selbst.

Kann denn niemand diese mordenden Idioten stoppen? Bringt die USA es denn tatsächlich nicht fertig, wie man es in Australien nach nur einem Anschlag fertig gebracht hatte, diese Waffenmanie zu stoppen? Nein, im Gegenteil! jeder Hinz und Kunz hat nun das Gefühl, er müsse selbst auch eine Waffe herumschleppen, um sich "verteidigen" zu können, falls irgendein Idiot um sich schiessen sollte. Der Waffengewalt wird statt mit Verstand und guten Gesetzen mit noch grösserem Unverstand begegnet.

Erst vor einem Monat ballerte ein Vollidiot in eine Menge Menschen, die ein Konzert in Las Vegas besuchten. Ergebnis: 58 Tote und 546 Verletzte.  Gestern, 5.November, waren Kirchgänger in einem winzigen Nest in Texas die Opfer.

Amerika tötet sich selbst und das nur, weil einige unverbesserliche Dinosaurier meinen, alles beim Alten lassen zu müssen, nur weil es alt ist. Statt endlich vernünftige neue Gesetze zu erlassen, heisst es von Politiker-Seite: "Wir stehen zusammen! Wir lassen uns nicht unterkriegen!" Das kommt uns doch eigenartig bekannt vor, oder nicht?

(6.Nov.2017)

__________________________

Schüler: Wie steht es denn mit der Schiesswut der Amerikaner, lieber Plasokrat? 

Plasokrat: Wie heisst es so schön? Im Westen nichts Neues. Es wird fleissig geschossen: Auf Kinder, auf Jugendliche, auf Schwarze, jeder gegen alle, sozusagen.

Hier die neueste Nachricht aus den USA: 15. Sept. 2016: http://www.nzz.ch/panorama/ : «Es läuft etwas falsch in unserer Gesellschaft», sagte Ginther, Bürgermeister von Columbus. «Wegen unserer Waffen-Verrücktheit und dem Hang zur Gewalt musste ein 13-Jähriger sterben.»

Der arme Junge ist nicht der erste und wird leider nicht der letzte sein, der ermordet wird aus lauter Dummheit. Gescheite Leute lernen aus den Fehlern anderer, oder zumindest aus den eigenen, Dumme, naja...

______________

Jetzt scheinen die US Amerikaner total übergeschnappt zu sein.

Nicht nur Erwachsene erschiessen sich gegenseitig oder ihre Kinder im grossen Stil, einfach so, aus keinem Grund, nein, man geht derart nachlässig mit den geladenen, entsicherten Waffen um, dass nur im April 4 Kleinstkinder, kaum der Windel entwachsen, sich selbst oder ihre Mutter erschossen, ohne zu wissen, was sie taten.

Was sind das für paranoide Eltern, die immerzu geladene, entsicherte Pistolen mit sich herumschleppen, im Bett unter dem Kopfkissen aufbewahren, sodass die Kinder Zugriff zu diesen gefährlichen Waffen erhalten? Glaubt man in den USA wirklich, dass hinter jedem Busch und in jedem Auto ein potenzieller Mörder sitzt, der sie umbringen will, sodass sie stets und ständig mit gezogener Pistole herumrennen müssen?

Was ist das für eine armselige Gesellschaft, die derart von Angst besessen ist, dass sie ihre Babys opfert für ihren Massen- Verfolgungswahn.

Nachzulesen in der New York Times:

http://www.nytimes.com/2016/05/06/us/

(6. Mai 2016)

_______________

Alle 16 Minuten wird ein Amerikaner erschossen, schreibt Nicholas Kristof von der NYTimes.

Laut Washington Post (3.12.2015) hat es bis zum 3. Dezember 355 Mass Shootings in den USA im Jahr 2015 gegeben.

Stellen Sie sich vor: sie wollen mit ihrem Auto von zu Hause wegfahren, und sie müssen noch etwas im Haus holen.

Okay, sie steigen aus, lassen die Tür Ihres Autos, das auf ihrem Privatgrundstück steht, schnell offen und gehen nochmals kurz zurück ins Haus. Es läutet an der Tür, Ihre Tochter öffnet, Ihr Hund rennt aus der offenen Tür und

PENG, PENG, PENG, ihr Hund liegt tot zu Füssen Ihrer Tochter.

So geschehen in Florida City USA am 20. Oktober. (Nachzulesen unter: http://www.miamiherald.com/news/)

Was war passiert?

Ein Polizist sah die offene Autotüre und in seinem paranoiden Kopf kam die Reaktion: offene Autotüre - Verbrechen - Haustür klingeln - Hund erschiessen. Was wäre gewesen, wenn statt des Hundes ein Kind aus der Türe gelaufen wäre??

Sorry, dear Americans, aber Ihr spinnt ganz schlicht und einfach. In Euren verdrehten Köpfen seht Ihr einen Verbrecher hinter jedem Busch und es heisst für Euch: erst schiessen, dann denken. Und die US Massenmedien tun ihr Bestes, um das Bild einer ständigen Bedrohung auch noch so recht zu schüren, damit auch noch der letzte Bürger glaubt, allezeit bedroht zu sein und sich ewig mit der Waffe selbst verteidigen zu müssen.

In den USA gibt es schlicht und einfach viel zu viele Schusswaffen und viel zu viele Idioten, die davon viel zuviel Gebrauch machen. Man sollte die unten genannten Zahlen nicht für möglich halten!

In Europa käme so etwas nur vor, wenn ein wirklich geistig total verwirrter Mensch (vielleicht alle zehn Jahre einmal) herumballert. In den USA ist das Gemorde täglich Brot, sozusagen.

Es wäre höchste Zeit, wenn die USA endlich einmal ernsthaft über den Missbrauch der Schusswaffen nachdenken, diese alle einziehen und ordentliche Gesetze gegen deren Missbrauch (allen voran bei der Polizei) erlassen würde.

"Man kann sowieso nichts ändern", sagen viele Leute. Sorry, man kann. E-mails Schreiben an zuständige Stellen - heute einfacher als je zuvor. Protestieren bei Politikern, Polizei, Behörden - eine wirksame Sache.

Natürlich ist es nicht direkt unsere Aufgabe als Europäer, den USA zu sagen, wie sie sich verhalten sollten. Aber ein Menschen- oder Hundeleben ist allemal den Aufwand wert, auch wenn es ein amerikanisches Hunde- oder Menschenleben ist.

(Erstellt am 30. Oktober 2015)

Statistik der von Waffenidioten erschossenen und verletzten Menschen für das Jahr 2015 in den USA, bis 31. 10. 2015 (Quelle: Shooting tracker, Gun Violence Archive - via BBC News http://www.bbc.com/news/): 

294 Mass Shootings

45 Shootings at schools

9'956 (!!!) getötete Menschen

20'000 verletzte Menschen

Man kann sich auch auf der CNN Seite http://edition.cnn.com/interactive/2014/ zu dem Thema informieren

Ermordet oder attackiert von Waffenidioten (sofern bekannt gegeben) in den USA seit 31. 10. 15:

31. 10. 2015: Colorado - ein Mörder erschoss zwei Frauen und einen Fahrradfahrer auf offener Strasse.

1. 11. 2015: North Carolina - ein Mörder erschoss Leute in der Winston-Salem Universität.

2. 11. 2015: Chicago - der 9-jährige Tyshawn Lee, wurde von einem Killer erschossen.

3. 11. 2015: Louisiana/ Marksville - ein Polizist erschiesst einen 6-jährigen Bub (Erstklässler) im Auto seines Vaters, der Vater selbst wurde schwer verletzt.

4.11. 2015: Miama Jackson High school: Ein Student fuhr einen Fahrradfahrer an und zielte dann mit seiner Pistole auf diesen. Das Opfer konnte entkommen. Der Täter nahm die Waffe in die Schule mit; die Polizei bezichtigt ihn eines weiteren Waffenvergehens.

11.11.2015: Aiken/ South Carolina: Ein Mann zielte angeblich mit seiner Waffe auf seine Frau, als die Polizei dazu kam, die ihn sofort erschoss.

12.11.2015: Prince William County/ Woodbridge - die Polizei fand einen erschossenen Mann auf einem Parkplatz.

Diese Statistik könnte endlos weitergeführt werden, was aber zu nichts führt; es ist auch zu deprimierend. Deshalb belassen wir es bei den oben genannten Beispielen. Wer will, kann entsprechende Meldungen täglich den amerikanischen Zeitungen entnehmen. Hauptsache: Man schreibt e-Mails an die entsprechenden US amerikanischen Stellen und ermuntert sie, die Waffengesetze zu ändern.