Int. Org.& Gewalt:

Dumb Trump?

19.07.2018
 

Aggressiv wie ein Nilpferd

Trump

wird von vielen als Elefant im Porzellanladen bezeichnet, da er rücksichtslos drauflos trampelt oder twittert und dabei alles zerstört.

Damit beleidigt man allerdings die Elefanten. Haben die Menschen, die Trump einen Elefanten im Porzellanladen nennen, noch nie etwas von Tierethik und Tierrechten gehört? Nur weil Elefanten gross und stark sind, wird Trump mit ihnen verglichen? Das ist kompletter Unsinn: Trump ist weder gross noch stark und bei der Intelligenz müssen wir wohl 5 Fragezeichen????? setzen. Im Gegensatz dazu sind Elefanten äusserst intelligente Wesen. Wir werden einen Tieranwalt einschalten müssen, wenn wir solche tierbeleidigende Rede wieder lesen. Wir müssen diese Erosion des Rechtsstaats verhindern, - nicht wahr, Frau Barley - denn auch Tiere haben unveräusserliche Rechte. Ihre Tierwürde darf keinesfalls verletzt werden. Elefanten dürfen nicht mit ausgerechnet dem grössten Staatsmann der Welt verglichen werden. Wer je einen Elefanten in der Wildnis beobachtet und gesehen hat, wie geräuschlos und sanft sich diese Tiere bewegen, wie freundlich sie miteinander umgehen, der kommt niemals auf den Gedanken, dieses blond gefärbte, twitternde Irrlicht ausgerechnet mit einem Elefanten zu vergleichen. 

Dann noch eher Nilpferd. Nilpferde sind häufig sehr schlecht gelaunt, ja tatsächlich, sie schauen oft genauso grumpelig drein wie Trump. Und sie verteidigen ihren Tümpel mit Zähnen und Klauen. Wehe, ein anderer Nilpferder erhebt Anspruch auf diesen „America first“ Tümpel. Dann gibt es Krach, Streit, Kampf, bis zum Tod. Oder auch Krokodil. Von denen sagt man: "Viel Schwanz und wenig Hirn." Ja tatsächlich, bei aller Tierliebe, solche Tiere gibt es. Dazu sind Krokodile so heimtückisch, dass sie sich im Schlamm versteckt an ihre Beute anschleichen, oder sozusagen als Baumstamm getarnt auf der Lauer liegen, oder auch mal einen Menschen vom Boot ins Wasser ziehen.

Wir würden Trump allerdings doch lieber als Haudegen bezeichnen, oder besser noch als Kamikaze-Kämpfer: Rein ins Flugzeug und sich auf das nächstbeste Ziel stürzen, das seine Berater zufällig in einem Gespräch erwähnt haben, ohne lange nachzudenken, ohne mit der Wimper zu zucken, ohne Federlesens, aber gut geschützt mit Riesenfallschirm, Helm, Panzeranzug und, ja, Haudegen. Dieser wurde für berittene Truppen erfunden, „bei denen es weniger auf Fechtkunst als auf Stich und Hieb ankam“. Hieb und Stich- das kann Trump gut. Mal Hieb, mal Stich, häufig in Kombination. Na, dann mal los- her mit dem nächsten Ziel!

Nach jeder seiner Hieb- und- Stich- Orgien setzt er sich wieder in seine Air Force One - bald gibt es eine noch tollere neue, teurere, nicht mehr die olle vom ollen Obama - und saust wieder ins gelobte Heimatland, bis ihn seine Berater auf eine neue Mission schicken, hieb-und stichfest.

Die Gretchen Frage, die dabei die ganze Welt bewegt, lautet: "Ist er es oder tut er nur so?" Ist er was? Tut er was?

Das überlassen wir der jeweiligen Fantasie unserer geschätzten Leserschaft.

(19. Juli 2018)