Frauen:

Britische Briefkästen

14.08.2018
 

Boris' Briefkasten

Noch in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts traf man praktisch keine muslimische Frau z.B. in Grossbritannien mit Kopftuch an und schon gar nicht mit Ganzkörperbedeckung und Gesichtsverhüllung. Wir erwähnen hier GB als Beispiel, da es damals dort schon eine stattliche Anzahl Muslime gab.

Aber es gab -abgesehen von derart rückständigen Gesellschaften wie der saudischen oder iranischen- auch in muslimischen Ländern selbst, der Türkei z.B. oder auch Syrien, dem Libanon, Jordanien, Irak u.a. kaum verschleierte Frauen.

Diese Frauen waren aber trotzdem gläubige und fromme Musliminnen. Das heisst: Die Wahl der Kleidung hat nichts mit dem Status der Gläubigkeit zu tun. Und so sollte es auch sein.

Die Zahl der in den Westen wandernden Muslime nahm in den 90er Jahren zu und stieg noch mehr seit der Jahrtausendwende. Und auf einmal stieg auch die Zahl der Kopftuchträgerinnen, sogar kleinste Mädchen, die fern von jeder Pubertät sind, fingen an, mit dieser Kopfbedeckung in Kindergarten und Primarschulen zu gehen.

Die muslimische Welt oder besser deren lautstärkste Vertreter behaupten, das sei alles freiwillig, das müsse so sein und was der Ausreden mehr sind. Sie haben aber bisher keinen einzigen guten Grund vorgebracht, warum das Kopftuch oder, schlimmer noch, die Ganzkörperverhüllung früher nicht als Beweis eines tiefen Glaubens notwendig war und die Frauen trotzdem gute Musliminnen waren. Warum diese Tücher nun auf einmal angeblich unabdingbar seien.

Und etliche westliche Frauen, die sich selbst als (angebliche) Feministinnen bezeichnen und etliche Parteien, vor allem der Grün/Rot/Bunten Sorte machen sich selbst lautstark zu Vertretern und Vertreterinnen dieses neuen Zwanges gegen die Menschlichkeit der Frauen - und nennen das auch noch human!! Was für eine pervertierte Humanität soll das denn sein?? Sie machen der Menschheit weis, oder versuchen es zumindest, dass diese muslimischen Frauen, diese unorginellen, um nicht zu sagen hässlichen Kopfbedeckungen alle freiwillig tragen, dass sie sogar freiwillig unter Burkas und Nikabs und wie all die Gewänder heissen mögen, schlüpfen.

Fragt man die betroffenen Frauen, die NICHT im Westen, sondern in ihren angestammten Ländern leben, ergibt sich ein ganz anderes Bild. Über 50% der Iranerinnen, -also die Mehrheit- bei denen Kopftuchpflicht besteht, wollen dies gar nicht tragen. Sie riskieren sogar, für das Abnehmen des Kopftuchs ins Gefängnis geworfen zu werden. Was sagen denn unsere gehirngewaschenen Rot/Grün/Bunten sogenannten Feministinnen und Politiker dazu?

Nichts. Nada. Niente. Leere. Dieselbe Leere wie in ihren leeren Köpfen und Herzen.

Nun kommt ein Herr Boris Johnson, seines Zeichens Politclown und Enfant terrible der britischen Politik daher und vergleicht die Frauen, die eine Burka oder einen Niqab usw tragen mit einer britischen Letterbox (siehe Foto). Man muss ganz objektiv gesehen, zugeben, dass der Mann auch manchmal Recht hat. Ob es natürlich politisch opportun ist, dies auch so zu äussern, steht auf einem anderen Blatt. Denn heutzutage haben wir ja ein Verbot der freien Meinungsäusserung, die uns allerdings per Verfassung als Grundrecht zusteht.

Aber schauen wir uns doch einmal so eine Letterbox an: sie ist rund, etwa von der Grösse einer kleineren Person, sie zeigt keine speziellen Formen und hat einen Schlitz, nicht zum Sehen, sondern für den Briefeinwurf. Stellt man eine kleinere Frau in Niqab daneben, ist die Ähnlichkeit schon verblüffend, allerdings abgesehen von der Frabe. Letterbox= Rot, die Frauengewänder dieser übereifrig "Religiösen" meist Schwarz oder Blau (allerdings gibt es auch rote Burkas). Diese eigenartigen Gewänder sind absichtlich so geschnitten, dass man von den FORMEN einer Frau nichts sieht. Denn FORMEN könnten ja einen Mann verführen. Und das hat nun wirklich gar nichts mit Religion zu tun. Weil offenbar recht viele Männer einer gewissen Herkunft eine Schwäche haben bezüglich der Kontrolle ihrer Sexualität, müssen Frauen wie runde britische Briefkästen mit Sehschlitz in Schwarz oder Blau herumlaufen.

Und wenn man das so verbalisiert, geht ein Sturm der Entrüstung los. Das ist einerseits wirklich amüsant, andererseits zeigt es auch die wahre Gesinnung der Stimmungsmacher auf.

Lautstarke britische Sprecher von Muslimen geben sich empört: Mr Johnson habe "dehumanising comments" abgegeben. Readon ist gewiss kein Fan von Boris, aber man muss sich schon fragen: Was ist denn nun so enthumanisierend? Boris' Kommentar oder die Sache an sich, sprich die komplette Verhüllung eines Menschen, sodass man überhaupt nicht mehr sehen kann, ob eine Person und wenn ja, welche unter der Verhüllung steckt? Ist es nicht vielmehr entwürdigend und entmenschlichend, diesen Frauen ihr Gesicht zu nehmen, ihre Menschenwürde zu rauben und sie zu entmenschlichen?

Es ist schon eigenartig, dass diese Sprecher und ihre westlichen Mitläufer/innen so schnell und eifrig bei der Hand sind, wenn es treffende Kommentare zu kritisieren gibt, aber die keinerlei Kritik gelten lassen wollen, wenn es um die Entwürdigung von Millionen Frauen geht.

Die Antwort ist immer wieder: Das ist ihre Religion und sie tun es freiwillig. Unsere Antwort ist: Stimmt absolut nicht. Die Allermeisten werden dazu gezwungen, wenn nicht mit Prügel, dann mit psychischem Druck ("Wehe wenn...! dann kommst du in die Hölle". Und das von Kind an). Früher, als der Zwang viel weniger stark war, als es auch in muslimischen Ländern noch eine gewisse Toleranz gab, legte kaum eine Frau ein Kopftuch freiwillig an, ganz zu schweigen von der Ganzkörperbedeckung. Es handelt sich dabei auch nicht um einen "Schutz" der Frauen vor männlichen Übergriffen. Denn diese sind genau in den Ländern, die die Frauen unter Kopftuch und Schleier zwingen, am allerhöchsten. Und seit wann kann ein lumpiges Stück Stoff vor einer Vergewaltigung schützen?

Nein, diese Tücher sind dazu gedacht, die Frauen zu entwürdigen, sie auf ihren Platz zu Füssen der Männer zu verweisen, ihnen ihre Menschlichkeit, eben ihr Gesicht zu nehmen und nichts anderes.

Und wenn die Roths und Roten, die Grün-Giftigen und Dumm-Bunten das nicht so sehen, dann ist das ihr gutes Recht. Sie tun uns leid wegen ihrer bornierten Dummheit.

Es ist aber genauso Boris's Recht, die Sache so zu sehen und zu benennen wie sie tatsächlich ist.

Und es ist ebenso Frau Ch. H.s gutes Recht (sie ist eine britische "charity ambassador") zu einem Bild von KKK-Mitgliedern zu sagen: “If the burqa [sic] is acceptable then presumably this is too?”  Allerdings bezog sie sich bei ihrem Vergleich NUR auf die Kapuzen mit Sehschlitzen und nicht auf den Inhalt der darunter steckenden Köpfe: "I am not comparing Muslim women to KKK members and yes, thank you, I do know the difference." 

Burka und Co sind NUR eine politische Aussage und Ansage und Provokation von seiten derer, die diese Dinger freiwillig tragen und den dahintersteckenden Männern. D.h. mit Religion haben sie rein gar nichts zu tun und können deshalb damit auch nicht ständig entschuldigt werden. Sie sind ausserdem ein Zwang für die grosse Mehrheit der muslimischen Frauen und sollten vom Westen nicht unterstützt, entschuldigt, verniedlicht werden. Den betroffenen Frauen zuliebe nicht und uns zuliebe ebenfalls nicht. Denn wir könnten eines Tages ganz schnell in Gefahr geraten, mit ebensolchen unmenschlichen Zwängen konfrontiert zu werden. Und das will sicherlich nicht einmal die dümmste westliche sogenannte Feministin.

(16. August 2018)