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Zensur in Deutschland

20.07.2018
 

Meinungsfreiheit? Nein, Linksdiktatur

Zensur in Deutschland

In der Türkei werden unliebsame Journalisten und Herausgeber von regierungskritischen Zeitungen verhaftet, ohne Anklagen oder Urteile erstmal monatelang oder jahrelang eingesperrt, die Zeitungen von regierungsnahen Lakaien übernommen oder grundweg geschlossen.

In Deutschland ist das anders. Da sorgen die Zeitungen schon selbst dafür, dass unliebsame Journalisten von der Bildfläche verschwinden oder zumindest moralisch und psychisch demontiert werden. So geschehen in der ach so renommierten, immer stärker linkslastig werdenden „Die Zeit“ aus Hamburg. 

Die Journalistin Mariam Lau hat es gewagt in der Zeit einen Artikel über die private Seenotrettung im Mittelmeer zu schreiben und gefragt, ob diese Seenotretter ausschließlich Helden seien. Sie hinterfragte die von vielen NGOs geteilte Überzeugung, dass jeder ein Recht habe zu migrieren wohin er will.

In den sozialen Medien brach kurz darauf etwas los, was heutzutage mit „Shitstorm“ überschrieben wird. Nun könnte man erwarten, dass sich die Chefredaktion der Zeit hinter ihre Autorin stellt und die vom Grundgesetz garantierte Meinungs- und Pressefreiheit verteidigt. Nichts dergleichen. Die Welt schreibt am 19. Juli 2018 dazu: „Die Chefredaktion der Zeit hat sich in einem bigotten Text von der Autorin distanziert. Natürlich nicht auf die plumpe Art sondern sehr gewunden.“

In Deutschland kann man immer seltener kritische Worte, egal zu welchem Vorgang auch immer, äußern, ohne nicht sofort in eine Schmuddelecke oder gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden. Die Shitstormer selbst sind Leute entweder aus der Linken Anarchieecke, die eh den ganzen Tag nichts anderes zu tun brauchen, als andere zu provozieren oder mundtot zu machen. Zeit und Geld haben sie ja, da sie von Hamburger und Berliner Kommunen durch großzügige Spenden ausgehalten werden. Oder es sind Leute, die zu den Guti-Gutis dieser Bundesrepublik gehören, meist Menschen, die von opulenten Staatsrenten leben, und die auf Menschen mit anderer Meinung als ihrer eigenen mit Verachtung herabsehen. „Die Zeit“ selbst ist der absolute Multiplikator dieser Schicht, verkleidet in angeblich kulturelle Vielschichtigkeit und politische Unabhängigkeit. 

Ich bin mir sicher, dass die Zeit sofort laut aufschreien und einen geharnischten Artikel veröffentlichen würde, falls irgendwo in Deutschland einer von tausenden Migranten diskriminiert würde. Mobbing in der eigenen Redaktion gegenüber einer verdienten Mitarbeiterin wird hingegen offenbar toleriert. Die Welt schreibt dazu sehr präzise: „Kundige „Zeit“-Leser werden in Zukunft wissen, was sie von Beiträgen dieser Redakteurin zu halten haben. 

Wissen Sie woran mich das erinnert? Irgendwie an die dreißiger Jahre. Da ging es auch los mit der Unterdrückung von Andersdenkenden. Dass es diesmal die Linken und nicht die Rechten sind, ändert nichts an der Tatsache. 

(20. Juli 2018)